Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind die Gesundmacher in der Nahrung. Ihre gesunden Eigenschaften für den Menschen sind vielfältig - so wirken sie gegen Infektionen sowie Entzündungen und sorgen gegen manche Krebsarten vor. Täglich 600 Gramm Gemüse und Obst können vor altersbedingten Erkrankungen schützen.Sekundäre Pflanzenstoffe werden - wie der Name besagt - nur in Pflanzen gebildet. Sekundär bedeutet, dass Pflanzen diese Substanzen nicht für die Energiegewinnung und den Zellaufbau benötigen. Sie dienen der Pflanze als Abwehrstoffe gegen Krankheiten und Schädlinge, als Wachstumsregulatoren und Farbstoffe.Sekundäre Pflanzenstoffe kommen nur in geringen Mengen vor und wirken teilweise wie Arzneimittel. Die chemisch sehr unterschiedlichen Verbindungen werden in zehn Gruppen zusammengefasst: Carotinoide, Phytosterine, Saponine, Glucosinolate, Polyphenole, Protease-Inhibitoren, Monoterpene, Phytoöstrogene, Sulfide und Phytinsäure.

So wirken die Pflanzenstoffe

  • anticanzerogen (Krebsrisiko senkende Funktion)
  • antimikrobiell (Schutz vor Pilz-, Bakterien und Virenbefall des Körpers)
  • antioxidativ (Schutz vor freien Radikalen die Zellen oxidativ schädigen)
  • immunmodulierend (Stärkung des Immunsystems)

Mit einer ausgewogenen Ernährung nehmen wir pro Tag ca. 1,5 g der sekundären Pflanzenstoffe auf. Vegetarier liegen mit der Aufnahme noch wesentlich höher.
Mehr Info findest du hier in dieser Tabelle.
Sekundäre Pflanzenstoffe
 
StoffAufgabeVorkommenWirkung
Carotinoide,
z. B.ß-Carotin und Lycopin
natürliche gelb-orange bis grüne Farbstoffe im Obst und Gemüsein Karotten,Tomaten,Aprikosen, Mangos, Kürbis, Grünkohl, Brokkoli, Blattsalat, Spinat,schützen vor Herzinfarkt,Krebs und schädliche Oxidationen durch Umweltgifte, stärken das Abwehrsystem
GlucosinolateGeschmacksstoffein Rettich, Kresse, Senf, Kohlbeugen Infektionen vor, Krebsschutz
Phytoöstrogene
(Isoflavonoide)
natürliche pflanzliche Hormone ähnlich den Sexualhormonenin Rotklee, Bohnen (Soja), Kudzu, Gerste, Weizen, Kohl, Leinsamenschützen vor hormonabhängigen Krebsarten, wie Brust-, Gebärmutter-, und Darmkrebs
Phytosterine
z. B. ß-Sitosterin
Hormonbausteine aus Pflanzen oder Hefenin Sonnenblumenkernen, Nüssen, Sesam, kaltgepressten Pflanzenölen, Kaktusfeigen, Caiguaschützen vor Dickdarmkrebs, senken den Cholesterinspiegel, wirken positiv auf Blase und Prostata
Polyphenole,
z. B. Flavonoide und Anthocyane
meistens gelbe, rote bis violettblaue Farbstoffe der Pflanzenin Grünem Tee, Kirschen, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Spargel, Olivenblätter, Rotkohl, Zwiebeln, Weintrauben, Rotweinhemmen das Wachstum von Bakterien und Viren, schützen die Zellen vor freie Radikale, Herzinfarkt und Infektionen, beeinflussen die Blutgerinnung
Phytinsäurenspeichert Phosphatin Getreide, Leinsamen, Hülsenfrüchtehemmen Entzündungen
Protease-InhibitorenStoffe, die die Proteinzerlegung hemmenin eiweißreichen Pflanzen wie Hülsenfrüchten Kartoffeln, Getreidebeugen Krebs und Entzündungen vor, regulieren den Blutzuckerspiegel
Saponineseifenartige Verbindungenin Hülsenfrüchten (Sojabohnen), Spargel, Yucca, Inka-Gurke, Ginsengsenken den Cholesterinspiegel, stärken die Abwehrkräfte, schützen vor Dickdarmkrebs
Sulfide, Senföleschwefelhaltige Substanzenin Zwiebeln, Lauch, Knoblauch,Inka-Gurkebeugen Infektionen vor, senken den Cholesterinspiegel, schützen vor schädlichen Oxidationen, Krebs, Herzinfarkten, Hirnschlag, hemmen die Blutgerinnung
TerpeneAromastoffein Ginkgo, Pfefferminze, Zitronen, Rettich, Kümmel, Selleriesenken das Krebsrisiko, kurbeln den Stoffwechsel an

5.2.10 13:21

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